º Der Begriff „Wellness“ regiert die Werbebranche
Dass viele Konsumenten auf Produkte anspringen, die den Zusatz „Wellness“ beinhalten, damit hätte vor ein paar Jahren noch kein Hersteller gerechnet. Wellness steht für Wohlbefinden, besser gesagt für das Ziel sich rundherum wohl und gesund zu fühlen. Doch der Verbraucher will nicht nur das kaufen, wo gesund drauf steht. Der Zusatz Wellness hilft da schon eher, um einen durchschlagenden Markterfolg mit einem Produkt zu erzielen.
Der Wellness-Joghurt verspricht Wohlbefinden von innen. Regelmäßiger Genuss dieses Joghurts fördert die Verdauung und belastet nicht. Der Mensch kauft das ab. Dass er aber genausogut jeden Tag selbst auf seine Ernährung achten könnte ohne die Hilfe von Wellnessprodukten, das übersieht er einfach.
Badezusätze, die als Wellnessprodukt deklariert sind, versprechen völlige Entspannung. Nur das Schaumbad mit dem Wellnesseffekt verhelfen dem Körper und der Seele im Einklang zu leben.
Auch Teesorten bekommen ein Wellness auf die Packung gedruckt und schon verkauft er sich besser. Dass Tee ansich schon immer gesund war, das vergessen die Käufer. Tee hat keinen nachweislich medizinischen Effekt, dennoch besteht der Glaube, denn Tee der doch schon seit Jahrhunderten in China entwickelt wurde, der muss doch gut sein!
Aber der Begriff Wellness funktioniert zum Glück nicht bei jedem Produkt. Ein Wellness-Bier wäre bestimmt nicht erfolgreich. Der Käufer möchte entweder ein anständiges Bier, ein alkohlfreies oder allenfalls noch ein Bier mit Geschmackszusätzen wie Cola oder Sprudel.
Auch Diät-Schokolade braucht seinen Namen nicht zu ändern in Wellness-Schokolade. Wer Diabetiker ist, der will es auf der Verpackung schon lesen, dass das Produkt für Diabetiker geeignet ist.
Wellness ist nicht für jedes Produkt geeignet, aber bei vielen Dingen hilft es die Verkaufszahlen zu steigern!
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