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º Altersvorsorge aufbauen

Gerade bei der eigenen Altersvorsorge sind zwei Dinge entscheidend: Zeit und Rendite. Der Faktor Zeit besagt, dass, wer früher mit sparen anfängt, weniger Monat für Monat anlegen muss, um im Alter ein gewisses Vermögen aufgebaut zu haben. Die Rendite sorgt dafür, dass das angelegte Geld im Laufe der Zeit auch zu einem ansehlichen Vermögen heranwächst und der Altersvorsorge dienen kann. Wie hoch dabei die monatliche Sparleistung bei einer vorgegebenen Rendite sein muss, zeigt folgendes Beispiel. Ein 30-jähriger Anleger verdient derzeit rund 2.000 Euro brutto pro Monat. Das Niveau seiner zukünftigen Rente, die er voraussichtlich mit 67 Jahren beziehen wird, beträgt laut aktuellen Schätzungen dann rund vierzig Prozent seines Durchschnittseinkommens. Nehmen wir an, das Einkommen unseres Anlegers steigt proportional zur Inflationsrate, also im Schnitt rund zwei Prozent pro Jahr. Um seinen derzeitigen Lebensstandard zu halten, würde er bei dieser Inflationsrate mit 67 ein monatliches Einkommen von rund 4.160 Euro benötigen. Vierzig Prozent davon bekommt er nach heutiger Schätzung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Bleibt eine Versorgungslücke von sechzig Prozent oder rund 2.500 Euro monatlich. Um diese Lücke zu schließen, benötigt er mit 67 also ein Vermögen, welches ihm abzüglich eventueller weiteren Zusatzrenten jährliche Zinserträge von rund 30.000 Euro erwirtschaftet. Die Berechnung diese Vermögens ist über einen Zinsrechner einfache Mathematik: 30.000 Euro / 0,04 = 750.000 Euro. Um dieses Vermögen aufzubauen, müsste er bis zum 67. Lebensjahr bei einer angenommenen Rendite von 8 Prozent monatlich rund 300 Euro ansparen, wie eine einfache Berechnung mit einem Zinsrechner aufzeigt. Diese Summe in Anleihen und andere Zinspapiere investiert, würden dem Anleger den benötigten Ausgleich zu den Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung erwirtschaften. Über einen Entnahmeplan kann er sich berechnen lassen, wie sich andere Auszahlungsbeträge auf die maximale Auszahlungsdauer auswirken oder wie viel Geld er sich monatlich bei einer bestimmten Auszahlungsdauer über einen solchen Entnahmeplan auszahlen lassen könnte. Den Faktoren Rendite und Laufzeit kommt dabei die meiste Bedeutung zu. Fängt er nur fünf Jahre später mit dem Sparen an, würde bei gleicher angenommener Rendite er schon rund 450 Euro monatlich ansparen müssen, also rund 50 Prozent mehr. Dasselbe gilt für die Rendite. Bei nur noch 6 Prozent anstatt der angenommenen 8 Prozent jährlicher Rendite wären laut Zinsrechner rund 475 Euro monatlich erforderlich, um das benötigte Vermögen aufzubauen. Aus diesem Beispiel können wir zwei wichtige Schlussfolgerungen ziehen: man kann nicht früh genug mit dem Sparen anfangen und sollte besonders in jungen Jahren auf renditestarke Produkte setzen.


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